Biennale der Weltmusik

Haus Kemnade öffnet vom 19. bis 21. Juni 2009 seine Burgtore für eines der traditionsreichsten Festivals der Weltkulturen in Deutschland: Kemnade International. Die Biennale der Weltmusik trägt 2009 den Titel „Orientation 2010“.

Auf drei Open-Air-Bühnen musizieren und tanzen unter dem Motto „Orientation 2010“ mehr als 60 Künstlern bis tief in die Nacht. Hochkarätige internationale Bands und Solisten, überwiegend aus dem Mittelmeerraum und Osteuropa, spielen auf mit globalen Klängen und zelebrieren mit Künstlern aus unserer Region ein friedliches Miteinander. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) lädt Freitag und Samstag nachts nach dem Programm auf den Außenbühnen noch tanzlustiges Publikum zum „Global Player“, dem „Funkhaus Europa Club“ in die Scheune der Wasserburg ein. Für das ganze junge Publikum bietet Kemnade International tagsüber Kinderkonzerte, Märchen-Lesungen, Workshops, Spiel- und Bastelaktionen. Kinder sind in Begleitung auch dazu eingeladen, das familienorientierte Abendprogramm zu besuchen.

 

In den Räumen der Oberburg ergänzen themenbezogene Ausstellungen, Installationen und Work-shops das Programm zur Weltmusik. Einer der farbenprächtigsten Plätze verspricht der Basar mit

ausgefallenen Schmuckstücken und exotischen Stoffen sowie Musikinstrumenten aus fernen Ländern zu sein. Es entspricht der schönen Tradition, dass die regionalen Kulturvereine und Migranten- Organisationen die Festivalgäste an zahlreichen kulinarischen Treffpunkten mit Düften, Speisen und Getränken den Reichtum ihrer Herkunftsländer erleben lassen.

 

Der Eintritt ist familienfreundlich: Vier Euro kostet eine Tageskarte, acht Euro eine Festivalkarte für das gesamte Musikwochenende. Kinder haben bis zum Alter von zwölf Jahren freien Eintritt. Die 20. Kemnade International ist eine Gemeinschaftsproduktion der Städte Bochum, Hattingen, Witten und des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Zu den Bühnenkünstlern zählen 2009 unter anderem:

Karawane_2010 (Ruhr, Pécs, Istanbul)

Rüdiger Oppermann, Weltmusikpionier und Meister der Keltischen Harfe, hat ein großes, utopisch-fantastisches Weltmusik-Projekt ins Leben gerufen, an dem Musiker aus allen drei Kulturhauptstädten 2010 beteiligt sind. Die Künstler treffen sich zu einem ganz speziellen Austausch der Kulturen und arbeiten an einem einmaligen musikalischen Dialog. Mittelalterliche Melodien treffen auf indische Rhythmen, Jazz auf mongolischen Obertongesang. Minimal-Grooves untermalen ungarische Gesänge und die Baglama spielt Pogo dazu. Sie sagen: Das geht nicht? Irrtum! Das geht und zwar in allen möglichen und unmöglichen Kombinationen.

Sevval Sam

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Fans von Fatih Akin dürfte die türkische Sängerin, Schauspielerin und Radiomoderatorin bereits bekannt sein. Klassische türkische Musik ist ihre Inspirationsquelle. Ihr Mut zu lyrischen Texten und die Wiederentdeckung der alten Klänge kombiniert die aus einer Musikerfamilie stammende Künstlerin mit ausgefallenen, arabesk anmutenden Gesangslinien.

Madera Limpia (Kuba)

Das Provinzstädtchen Guantánamo erlangte durch sein Gefangenenlager traurige Berühmtheit. Das ist die Heimat von Yasel Gonzales Rivera und Gerad Thomas Collymore, den Köpfen der Band. Ihre Musik steht für das neue, junge Kuba. Ihr schneller und aggressiver Stil speist sich aus Hip Hop, Dancehall und Reggae, ohne dabei traditionelle Wurzeln zu vergessen. Schwere, handgemachte Beats treffen auf melancholische Tres- Gitarren, urbane Sounds mischen sich mit Son und Changüí.

Sivan Perwer (Kurdistan)

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  Der berühmte kurdische Dichter, Sänger und Meister auf der Tambur ist der führende kurdische Künstler von heute und einer der beliebtesten Sänger des Mittleren Ostens. Er fasziniert sein Publikum nicht nur durch seine charismatische und unumstrittene Persönlichkeit, sondern auch durch seine kräftige und sehr emotionale Stimme sowie durch die mitreißenden, treibenden Rhythmen seiner Musik. Jahrelang war seine Musik verboten, heute ist er ein Superstar, der schon mit Sting, Peter Gabriel und Paul Simon aufgetreten ist. Mit seiner Musik wird er zum perfekten Botschafter kurdischer Kultur in der ganzen Welt.

MoZuluArt (Zimbabwe / Österreich)

Mozart meets Zulu – diesem außergewöhnlichen Projekt dreier Musiker aus Zimbabwe und eines Österreichers steht eine große Zukunft bevor. Mozart verschmilzt so organisch mit innigem Gospel-Gesang, als hätte sich der alte Meister das schon immer so gedacht. Ein gewagtes Crossover, das überall Begeisterungsstürme auslöst.

Amsterdam Klezmer Band (Niederlande)

Über diese Band muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Seit 12 Jahren arbeiten sie an ihrem erfrischenden Ansatz der Klezmer-Musik und bringen ihr Publikum damit regelmäßig an den Rand der Ekstase. Ihre raue und anarchistische Herangehensweise verspricht eine grandiose Party, der sich mit Sicherheit niemand entziehen kann.

RotFront (Deutschland)

Im Jahre 2001 entschlossen sich Russendisko-DJ Yuriy Gurzhy und der ungarische Musiker Simon Wahorn eine Band zu gründen. Schon bei ihrem ersten Konzert wurde klar, RotFront wird die Weltmusikszene gehörig durcheinander wirbeln. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus sowjetischem Easy Listening, ungarischem Rock'n'Roll, Zigeunermusik, Reggae, Ska, Klezmer und Hip Hop gilt RotFront als die heißeste Kapelle Berlins.

Salsa Picante (Deutschland)

Traditionell wird der Abschluss des Festivals mit heißen Salsa-Rhythmen gefeiert. Salsa Picante wurden 1981 in Düsseldorf gegründet. Und schon bei ihrem ersten Konzert in Kuba klang die Band so authentisch, dass ihre wahre Herkunft großes Erstaunen auslöste. Fette Bläsersätze und mitreißende Rhythmen verwandeln den Burghof in eine Fiesta Latina.

Kálmán Balogh & The Gypsy Cimbalom Band (Ungarn)

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Kálmán Balogh ist ein Experte am Cimbalom, einem etwa 5000 Jahre alten zitherähnlichen Saiteninstrument. Roma-Musik vom Balkan liegt ihm am Herzen. Selbst stammt er aus einer bedeutenden Dynastie ungarischer Roma-Musiker und wird zusammen mit seiner Band das Publikum mit faszinierenden Arrangements aus Jazz-, Bossa Nova und Klezmer-Zitaten in Erstaunen versetzen.

Samo (Tadschikistan)

Samo heißt Himmel, und die fünf Musiker kommen wahrlich vom Dach der Welt, dem bis zu 7000 Meter hohen Gebirge zwischen Afghanistan, Pakistan und Kirgisistan. Die multikulturelle Tradition der Region zeigt sich auch in ihrer musikalischen Vielfältigkeit. Die Band spielt traditionelle Sufi-Musik, eine Mischung aus zentralasiatischer Nomadenmusik mit frühen persischen und afghanisch-pakistanischen Elementen und polyphonen Gesängen.

 

Präsentiert wird Kemnade International von den Städten Hattingen, Witten, Bochum

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Von links: Andreas Bomheuer (2009 Kulturdezernent der Stadt Hattingen), Dr. Arnim Brux (Landrat des Eneppe-Ruhr Kreises), Tom Petersen (Leiter der Musikredaktion WDR-Funkhaus Europa), Michael Townsend (Kulturdezernent der Stadt Bochum).

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